Landau 2024

Grundsätze für eine solidarische Stadt – für nachhaltigen Erfolg:

Thomas-Hirsch_homepage_orange_dot Stabilität durch SolidaritätThomas Hirsch_homepage_foto_02

Landau ist eine Stadt, die sich erfolgreich entwickelt hat. Dieser Erfolg bildet eine gute Ausgangsbasis für die Zukunft. Um eine stabile Entwicklung zu erreichen, gilt es die Solidarität in der Stadt immer mehr zu fördern – zwischen den Generationen, den Nationen, zwischen Wirtschaft und Gesellschaft, mit Menschen, die ein Handicap haben, mit den Schwächeren der Gesellschaft. Gemeinschaftlich wird es besser gelingen Herausforderungen zu bewältigen. Gemeinschaft schafft Vertrauen, fördert die Identifikation und die Bereitschaft, sich füreinander einzusetzen. Neue Impulse, wie die Zertifizierung als „Familiengerechte Kommune“ oder der gerade konstituierte Beirat für Menschen mit Beeinträchtigungen können dazu ebenso beitragen, wie das Landauer Integrationskonzept oder die zahlreichen Institutionen, in denen Ehrenamtliche zeitweise oder dauerhaft Verantwortung für ihre Mit-Menschen in der Stadt übernehmen.

Thomas-Hirsch_homepage_orange_dot Wirtschaftsförderung mit Weitblick

Strategische Konzepte, die gleichzeitig konsequent und flexibel gestaltet sind, haben Landau zu einem starken Wirtschaftsstandort gemacht. Auch künftig brauchen wir Entwicklungsmöglichkeiten für expandierende Unternehmen und wir brauchen eine funktionierende Innenstadt. Wir brauchen faire Rahmenbedingungen, fortschrittlichen Wettbewerb und eine moderne Infrastruktur. Dann kann in unternehmerischer Freiheit wirtschaftlicher Erfolg bei einem verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Ressourcen möglich werden. Dazu müssen die bestehenden Konzepte und Bedingungen für die Wirtschaft immer wieder überprüft und angepasst werden. Vom Breitbandausbau bis zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, von wettbewerbsgerechten Steuersätzen bis zur Gewinnung von Fachkräften, von vorausschauender Grundstückspolitik bis zur intakten Infrastruktur reicht dabei die Bandbreite der städtischen Ansatzpunkte.

Thomas-Hirsch_homepage_orange_dot Vorrang für Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit wird als Ausgleich der ökologischen, ökonomischen und sozialen Interessen umschrieben. Das Gelingen dieses Dreiklangs gilt als Erfolgsmodell der Zukunft – in der privaten Wirtschaft wie im öffentlichen Leben. Dabei geht es um die Frage der Generationengerechtigkeit, z.B. beim Flächenverbrauch oder bei der städtischen Verschuldung, bei Folgekosten öffentlicher Investitionen und bei der Ausgestaltung eines Verkehrskonzeptes, das einen modernen Mobilitätsmix in unserer Stadt ermöglicht. Das Gelingen der Energiewende gehört ebenso dazu wie der Klima- und Artenschutz. Mit einem städtischen Nachhaltigkeitsbericht könnte – wie bereits bei vielen Unternehmen üblich – einmal jährlich bei der Verabschiedung des Haushaltes der Stand der nachhaltigen Entwicklung der Stadt dokumentiert werden. Jeder bedeutsamen städtischen Entscheidung sollte ein „Nachhaltigkeitscheck“ vorausgehen, um das Bewusstsein im Alltag zu schärfen.

Thomas-Hirsch_homepage_orange_dot Barrierefreiheit als Basis

Der demographische Wandel verändert unsere Gesellschaft. In Zukunft wird es immer wichtiger, vorhandene Potenziale nutzbar zu machen. Dazu ist es erforderlich, Barrieren in unserer Gesellschaft abzubauen. Dies gilt für bauliche Aspekte ebenso wie für persönliche Einschränkungen. Die möglichst umfassende Teilhabe möglichst vieler Menschen ist die zentrale Basis um die gesellschaftlichen Veränderungen erfolgreich zu gestalten. Das Ziel einer möglichst „barrierefreien Stadt“ soll im Mittelpunkt des kommunalen Handelns stehen.

05.12.2014 IVERSEN, Thomas Hirsch - LandauThomas-Hirsch_homepage_orange_dot Wertschöpfung durch Wertschätzung

Eine solidarische Gesellschaft ist längst kein soziales Gedöns mehr, sondern Voraussetzung um als Wirtschaftsstandort erfolgreich bestehen zu können. Nur eine lebenswerte Stadt kann sich auf Dauer erfolgreich entwickeln. Durch Wertschätzung für Ehrenamtliche, für Menschen aus anderen Kulturkreisen, für Menschen mit Beeinträchtigungen entsteht Wertschöpfung, die allen wieder zu Gute kommt. Deswegen gilt es alle kommunalen Möglichkeiten auszunutzen, um Initiativen und Institutionen, die sich in diesem Sinne in Landau einbringen, zu fördern. Eine immer engere Vernetzung der unterschiedlichen Aktivitäten und Akteure ist dazu unabdingbar.

Thomas-Hirsch_homepage_orange_dot Identifikation durch Ideenreichtum

Bürgerinnen und Bürger wollen sich stärker mit ihrem Umfeld identifizieren können. Dabei ist eine projektbezogene Bürgerbeteiligung eines der wichtigen Anliegen. Diese zusätzlichen Möglichkeiten stärken das Gemeinschaftsgefühl, dienen dem Miteinander. Ebenso brauchen wir aber auch für bestehende bürgerschaftliche Initiativen, welche die Zusammengehörigkeit in Stadtteilen und Wohnbezirken fördern, mehr Unterstützung. Ideen und Strukturen könnten durch das Angebot eines moderierten Prozesses in den Stadtdörfern oder auch einzelnen Wohngebieten gefördert werden

Thomas-Hirsch_homepage_orange_dot Bildungsangebote als Anziehungspunkt

Landau ist ein Standort mit einem breiten Bildungsangebot. Von der Förderung im Kita-Alter über umfassende schulische Möglichkeiten bis zur Universität, von außerschulischen Lernorten wie der Zooschule bis zu berufsbegleitenden Bildungsangeboten wie der Wirtschaftsakademie, von der Volkshochschule bis zu gewerblichen Bildungsträgern reicht das Angebotsspektrum, welches die Attraktivität des Bildungsstandortes Landau ausmacht. Diese Attraktivität gilt es fortzuentwickeln. Mit den Möglichkeiten der Universität hat Landau dazu außergewöhnliche Chancen und Entwicklungspotentiale.

Thomas-Hirsch_homepage_orange_dot Innovationen sind „in“

Innovationen bringen Fortschritt für die Wirtschaft und die Gesellschaft. Die Planungen der Universität, ein Gründerzentrum in Landau zu etablieren, sollen jede mögliche Unterstützung von der Stadt und aus der Wirtschaft erfahren. Dies stärkt den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, dies schafft Arbeitsplätze und bringt Chancen für junge Menschen. Die Universität als zusätzlichen Impulsgeber für alle Bereiche des Landauer Lebens zu nutzen, ist ein wesentlicher Ansatz der Zukunftsgestaltung.

Thomas-Hirsch_homepage_orange_dot Strukturen mit Sinn

Nichts ist beständiger als der Wandel. Dieser Grundsatz hat seine Berechtigung, aber er darf nicht zum Selbstzweck werden. Dies gilt für die Überlegungen, die Struktur der kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz zu verändern. Dies gilt aber ebenso für die Struktur der Stadtteile in Landau. Bei allen denkbaren Veränderungen muss stets die Bürgernähe von Entscheidungen und die Qualität der Aufgabenerfüllung im Vordergrund stehen.

Thomas-Hirsch_homepage_orange_dot Gutes Wohnen für alleThomas Hirsch_homepage_foto_03

Gutes Wohnen ist ein Grundbedürfnis, bezahlbarer Wohnraum ein zentrales Anliegen. Städtebauliche Qualität ist wichtig für die Attraktivität der Stadt und das Lebensgefühl der Menschen, die darin leben. Zukünftig wird aber auch die soziale Infrastruktur der Wohnquartiere über die Aufenthaltsqualität entscheiden.

Thomas-Hirsch_homepage_orange_dot Sicher und sauber

Sicherheit ist für viele Menschen ein wichtiger Aspekt. Landau ist eine sichere Stadt. Gemeinsam mit der Polizei gilt es dies auch künftig zu gewährleisten und die Zusammenarbeit weiter zu verzahnen. Ebenso wichtig ist die Sauberkeit der Stadt auf Wegen und Plätzen, in Boden, Luft und Wasser. Alle kommunalen Möglichkeiten sind hier zu nutzen. Durch Aufklärung und Information gilt es die Öffentlichkeit stärker zu sensibilisieren und an die Eigen- und Mitverantwortung der Bevölkerung zu appellieren.

Thomas-Hirsch_homepage_orange_dot Kultur und Sport als Lebensmittel

Die Menschen brauchen Kultur in all ihren Facetten und Ausprägungen; aber Kultur ist für die Stadt eine „freiwillige Ausgabe“. Sport ist wichtig für die gesundheitliche Fitness, für das Gemeinschaftsgefühl und bereichert die Gesellschaft. Dennoch kann die Stadt Landau ihre Sportförderung im Wesentlichen nur an den Notwendigkeiten des Schulsports ausrichten. Deswegen gilt es künftig Mittel und Wege zu finden, kommunale kulturelle Angebote zu sichern und gleichzeitig freie Initiativen zu fördern, kommunale Sportstätten zu unterhalten und Sportvereine bei ihren Angeboten zu unterstützen. Dazu könnte ein spezielles Stiftungswesen aufgebaut werden.

Thomas-Hirsch_homepage_orange_dot Markante Markenbildung

Landau ist stolz auf seine Vielfalt. Dennoch braucht es Merkmale, die besonders hervorgehoben werden, um den Standort im Konzert der Städte zu profilieren. Ein Markenbildungsprozess wird dieses Vorhaben unterstützen und die „Marke Landau“ herausarbeiten. Dies soll der Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt ebenso dienen wie dem Werben um Unternehmensansiedlungen, der Akquise von Fachkräften für die heimischen Arbeitgeber ebenso wie dem Tourismus, der Universitätsstadt ebenso wie dem Wirtschaftsstandort.

Thomas-Hirsch_homepage_orange_dot Verwaltung als Vorbild

Die Stadtverwaltung ist die Visitenkarte unserer Stadt. Sie muss ihre Aufgaben korrekt und serviceorientiert erbringen. Dazu gehören ein zeitgemäßer Online-Service, gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine moderne zeitgemäße Ausstattung. Als Arbeitgeber soll die Stadtverwaltung eine Vorbildfunktion einnehmen, als Auftragnehmer des Stadtrates und der Bevölkerung ein zuverlässiger Dienstleister sein. Dazu bedarf es eines kontinuierlich auszubauenden Fort- und Weiterbildungsangebotes.

Thomas-Hirsch_homepage_orange_dot Partnerschaftlich verbunden

Historische Partnerschaften zu unseren französischen Partnerstädten, die Partnerschaft mit Ruhango/Kigoma in Ruanda, die Verbindungen von Schulen, Vereinen und Institutionen in alle Welt, die internationalen Forschungskontakte der Universität, die Vernetzung in der Metropolregion Rhein-Neckar, die Nähe zur Technologieregion Karlsruhe, die Zusammenarbeit entlang des Oberrheins, die Verbundenheit im PAMINA-Raum – alle diese Verflechtungen gilt es zu pflegen und auszubauen, um das moderne Landau gut zu vernetzen.

 

Landau in der Pfalz, im Mai 2015